Schadenminderung trifft nur Versicherte

Die Schadenminderungspflicht verlange vom versicherten Arbeitnehmer, seine eigenen Fähigkeiten so einzusetzen, dass der Erwerbsausfall verringert werden könne. Wenn der Taggeldversicherer die Einstellung eines Ersatzangestellten verlange, so richte sich dies nicht an den Versicherten als Geschäftsführer, sondern an die GmbH als Arbeitgeberin. Der Versicherte müsse aber nur seinen eigenen Schaden als Arbeitnehmer mindern, nicht den Schaden der GmbH als seine Arbeitgeberin. Daran ändere nichts, dass er Geschäftsführer der GmbH und alleiniger Gesellschafter sei. Das Bundesgericht hat ausserdem festgehalten, wenn in den Versicherungsbedingungen für die Taggeldzahlung einer festen versicherten Summe eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens 25 % infolge Krankheit vorausgesetzt werde, so sei dies eine Summenversicherung. Der Nachweis eines Erwerbsausfalles sei nicht vorausgesetzt für die Auszahlung. Urteil: BGer 4A_521/2015

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