Ausweisentzug nach Auffahrunfall

Bei Auffahrunfällen bestehe die ernsthafte Gefahr, dass sich die Insassen des vorderen Fahrzeuges schwerwiegend verletzten und ein Schleudertrauma erlitten, hält das Bundesgericht fest. Es wies die Beschwerde eines Autolenkers ab, der vergeblich geltend machte, es sei nur eine bescheidene Geschwindigkeitsveränderung aufgetreten, das Delta-v habe maximal 10 bis 14 km/h betragen, weshalb Halswirbelsäulentraumata praktisch ausgeschlossen seien. Das Urteil enthält bemerkenswerte Feststellungen zur Biomechanik, insbesondere eine klare Absage des Bundesgerichts an das Postulat einer Harmlosigkeitsgrenze. Wegen mittelschwerer Verkehrsregelverletzung muss der Lenker sein Billet für vier Monate abgeben.

Bundesgericht, Urteil 1C_575/2012 vom 5. Juli 2013